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Kurzer Abriss der Logengeschichte

 

Der 9. Dezember 1779, also vor fast 230 Jahren, wird als Gründungstag unserer Loge angesehen. Leider ist die Konstitutionsurkunde der Großloge ROYAL YORK verloren gegangen und trotz aller Nachforschungen unauffindbar. Diese Jahreszahl finden wir aber auf einem alten Protokollbuch und einem Rednerabzeichen – also für uns das Gründungsdatum.

Aus heute nur vermutbaren Gründen verließ die Loge den Verband der preußischen Großloge und trat der niederländischen Großloge bei. Der Konstitutionsbrief vom 22. August 1793 schmückt heute unseren Tempel. Dieser „Ausflug" über die Grenze hatte aber nur sechs Jahre Bestand. Die Londoner Forderung, dass eine Loge nicht über die Staatsgrenze hinweg einer Großloge angehören dürfe, wurde von der Großloge ROYAL YORK hier angewandt, Emmerich lag nun mal auf preußischem Gebiet. Wie es der Emmericher Loge ( wie auch einer Loge im benachbarten Kleve) gelang von der niederländischen Großloge konstituiert zu werden, kann man heute nur mit „wohlwollender" Unkenntnis des Grenzverlaufs erklären.

Seither blieb diese Loge mit dem Namen PAX INIMICA MALIS ("Der Friede ist der Feind des Bösen") bis zu ihrer zwangsweisen Auflösung 1935 ununterbrochen, mit Höhen und Tiefen, aktiv.

Geschichtlich herausragend war das Jahr 1800. Für zwei Jahre wohnte Generalmajor von Blücher in Emmerich. Er schloss sich der Loge an und führte ihr mehrere neue Brüder zu. Bei seinem Abschied schenkte er der Loge für das neu erworbene Logenhaus zwei Kronleuchter, zwei Tische und ein Portrait von ihm in Öl gemalt. Dieses Bild hängt heute als Leihgabe im Emmericher Museum.

In der nationalsozialistischen Zeit erging es der Loge wie allen Logen in Deutschland. Der letzte Meister vom Stuhl hatte die Emmericher Loge aufzulösen. Das Logenhaus, zunächst an die NSDAP „vermietet", diente für kurze Zeit als HJ-Heim, bis die Stadt es „kaufte" und wegen Baufälligkeit abreißen ließ. Mit dem Kauferlös mussten die Abwicklungskosten beglichen werden.

Die personell kleine Loge hat sich nach dem Krieg zunächst nicht wieder gefunden. Erst 1969 fanden drei Brüder aus der Vorkriegszeit und neun Brüder der Duisburger Loge „Zur deutschen Burg" den Weg zueinander, um PAX INIMICA MALIS in Emmerich wieder zu neuem Leben zu erwecken. Endlich, am 25.Mai 1970, war es dann soweit, die Bruderschaft der Freimaurer war wieder in Emmerich präsent.

Heute ist die Loge, als ältester Verein Emmerichs, ständiger Gast im Haus der „Societät". Wohlwollen und Großzügigkeit dieser Gesellschaft ermöglichten der Loge den Ausbau historischer Kellerräume (ehemaliges Stadttor aus dem Mittelalter), um einen eigenen Tempelraum zu haben.